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| Rund um das Zarenschloss Zarizyno sollen Radfahrer auf ihre Kosten kommen. Nur wie kommen sie dorthin? (Foto: ab/.rufo) | |
Donnerstag, 22.10.2009
Zarizyno soll zur Oase für Fahrradfahrer werden
Moskau. Moskau ist eine der fahrradfeindlichsten Städte Europas – und daran wird sich in Zukunft auch nicht viel ändern. Immerhin sollen einzelne Oasen für Radler entstehen, eine davon wird im Park Zarizyno eingerichtet.
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Zarizyno sollte einst zur Sommerresidenz von Zarin Katharina der Großen ausgebaut werden. Noch während der Bauarbeiten verlor die Zarin das Interesse an dem Objekt und so war Zarizyno jahrhundertelang eine halbfertige Ruine. Erst vor zwei Jahren stellte die Moskauer Stadtregierung das Anwesen fertig. Der Park, seit jeher ein Naherholungsgebiet der Moskauer, ist seitdem noch beliebter geworden.
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Fahrradwege für Zarizyno Allerdings ist nur etwa die Hälfte des 1.350 Hektar großen Areals kultiviert worden. Der Rest ist noch weitgehend verwildertes Parkgelände. „Dort wollen wir Fahrradwege einrichten und eine Fußgänger- und Erholungszone für die Stadtbewohner schaffen“, erklärte der Präfekt von Südmoskau Juri Bulanow.
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„Das entsprechende Dokument wird gerade ausgearbeitet und soll in Kürze, d.h. in ein bis eineinhalb Monaten der Stadtregierung vorgelegt werden. Nach einer hoffentlich positiven Entscheidung hoffen wir, dass das Programm in den Jahren 2010/2011 verwirklicht wird“, erklärte Bulanows Pressedienst auf Anfrage von Russland-Aktuell.
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Fahren auf der Straße lebensgefährlich Damit wird der Park Zarizyno eine der wenigen Stadtparks, in denen Fahrradfahren erlaubt ist. In den meisten Grünanlagen ist Radeln nämlich verboten. Auf Moskaus Straßen hingegen existieren keine abgeteilten Bereiche für Fahrradfahrer. Sich als Fahrradfahrer den Asphalt mit den Autofahrern zu teilen, ist angesichts der Fahr(un)kultur der russischen Schumacher-Verschnitte lebensgefährlich.
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Verständlich, dass unter diesen Umständen kaum ein Moskauer den Aufrufen von Oberbürgermeister Juri Luschkow folgt, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen. Die Stadtverwaltung selbst tut – abgesehen von Aufrufen – ebenfalls nichts, um die Popularität des Fahrrads in Moskau anzuheben.
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Verbindungen zwischen den wenigen Radwegen schaffen Zwar verkündete Luschkow Anfang des Sommers, dass die Stadt drei „mehrfunktionale Trassen“ bauen wolle, was wohl soviel heißen soll, dass neben Autofahrern auch Fußgänger und Fahrradfahrer einen eigenen Bereich auf der Straße zugewiesen bekommen.
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Doch derzeit sind diese großen Pläne nicht aktuell. Die Stadtregierung nennt die Pläne selbst „Aufgaben von übermorgen“. Wichtiger sei es zunächst, die wenigen vorhandenen Fahrradwege in der Stadt miteinander zu verbinden. Ein Konzept dafür ist aber noch nicht publik.
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