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| Die Megamaschine Moskauer Metro transportiert täglich neun Millionen Menschen (Foto: Kuhlmann/.rufo) | |
Donnerstag, 23.07.2009
Zwei Wochen Hitze - sechs Tote in Moskauer Metro
Moskau. In den vergangenen zwölf Tagen sind in der Moskauer Metro sechs Hitzetote zu beklagen. Alle sechs starben an Herzversagen. Ärzte meinen, Hitze und stickige Luft seien meist die Ursache. Die Metro bleibt trotzdem das sicherste Verkehrsmittel.
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Die meisten Opfer der Herzanfälle waren Moskauer/innen im reifen Rentenalter. Allerdings verstarb auch ein 31-jähriger Mann an einem Herzinfarkt in der Metro-Station "Wystawotschnaja".
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Am 14.Juli war ein 42-jähriger Metro-Zugführer während der Fahrt ohnmächtig geworden. Der Hilfsmaschinist stoppte den Zug aber rechtzeitig.
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Nach Auskunft von Medizinern steigen die Temperaturen in der Metro auf bis zu 35 - 37 Grad Celsius, wenn in der Oberwelt 25 Grad im Schatten herrschen. Das Problem in der Metro seien ausserdem stickige Luft und Sauerstoffmangel.
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Metro-Züge als Luftpumpenkolben Im vergangenen Jahr verstarben in der Metro insgesamt 70 Menschen an Herzschwäche. Auf manchen Metro-Streckenabschnitte gibt es Probleme mit der Lüftung.
Ursprünglich kommt die Lüftung der Moskauer Metro ohne Pumpen aus. Die durch die engen Röhren sausenden Metro-Züge ersetzen die Pumpen, pressen vor sich Luft durch Lüftungsschächte nach draussen und saugen gleichzeitig frische Luft an.
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Die Moskauer Metro befördert inzwischen etwa neun Millionen Passagiere pro Tag. Die Züge verkehren in der Hauptverkehrszeit mit einer Taktfrequenz von etwa einer Minute.
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... nur einmal wurde ein Metro-Zug festgenagelt ... Die Metro bleibt dabei das sicherste Verkehrssystem der russischen Hauptstadt. Es gab in den vergangenen Jahren keinen bekannten Fall von Zusammenstössen oder Entgleisungen von Metro-Zügen.
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Der einzige Metro-Unfall der vergangenen Jahre wurde durch Bauarbeiter an der Erdoberfläche verursacht. Sie rammten Pfeiler für eine Reklametafel über einer U-Bahn-Linie in die Erde - und nagelten einen Metro-Zug fest.
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Jährlich ziehen sich aber bis zu 150 Passagiere Verletzungen zu. Die Hälfte der Verletzungen bzw. Todesfälle ist durch Selbstmord-versuche in der Metro verursacht.
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