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| Farin Urlaub und Bela B. üben sich im Zeitlupen-Pogo-Tanz auf der Bühe des Moskauer Klubs Apelsin (Foto: Jahn/.rufo) | |
Sonntag, 18.05.2008
„Die Ärzte“-Befund: Moskau definitiv rockbar!
Moskau. Die Ärzte haben Moskau gerockt! Und zwar auf Herz und Nieren: Der Klub Apelsin war ausverkauft – viele, viele deutsche Fans und auch textsichere Moskauer Party-Punk-Freunde ließen es so richtig krachen.
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Wow, wer hätte das gedacht: Die Ärzte – populär vor allem wegen ihrer witzigen Texte – sind auch in Moskau eine Marke. Der 19-jährige Makar kann alle Songs mitsingen vom „Schunder-Song“ bis zu „Junge“.
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Rocking the institutions Und auch die Punkerin Irma und ihr tätowierter und an Ohren und Augenbrauen durchnieteter Freund Ljoscha lieben die Berliner Band. „Wir verstehen die Texte zwar nicht, aber die Musik und die Auftritte gefallen uns gut. Wer in Moskau Punk hört, der kennt auch die Ärzte, klar“, meint Irma. Deutschsprachiger Party-Punk geht auch in Moskau – wieder was dazu gelernt.
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Allerdings hätten die drei Chefärzte Farin Urlaub, Bela B. und Rod am Samstagabend im Moskauer Klub Apelsin auch so ein Heimspiel gehabt: Die Moskauer Deutschen-Community war fast vollständig angetreten – der Verband der Deutschen Wirtschaft, das Goethe-Institut, Helmholtz- und Böll-Stiftung sowie zahlreiche Unternehmen hatten offenbar ihre gesamte Belegschaft geschlossen zum abrocken verdonnert.
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Von der Elbe an die Moskwa Und dann – noch eine Überraschung – reisten tatsächlich ganze Fan-Clubs an, beispielsweise aus Hamburg. Zehn Tage verbringt eine rund zehnköpfige Gruppe in der russischen Hauptstadt. Den Kurzurlaub mit Besuch von Rotem Platz und Kreml haben die blonden Jungs und Mädels von der Elbe rund um das Konzert organisiert. Nette Idee!
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| Nicht ganz „2.000 Mädchen“, wie in dem Ärzte-Song, aber immer noch ganz schön viele kreischten sich am Samstagabend die Seele aus dem Leib (Foto: Jahn/.rufo) | |
Die Stimmung im Apelsin war von Anfang an sehr heiter und ausgelassen. Die Moskauer Ska-Punk-Lokalhelden „Elysium“ brachten die Fans auf Touren, so dass „Die Ärzte“ – natürlich auch diesmal „aus Berlin“ – nach gut einer Stunde einen gut vorgeheizten Saal übernehmen konnten.
Manchmal ein bisschen Haue ... Am besten kamen natürlich die Hits der Ärzte an: Etwa der zweite Opener „Hurra“, der „Schunder-Song“, „Unrockbar“ oder „Junge“ vom neuesten Ärzte-Album „Jazz ist anders“.
Witzig: Beim Song „Manchmal haben Frauen“ – wir wissen: es geht weiter mit „ein kleines Bisschen Haue gern“ – wiegte sich eine hübsche schlanke Moskauerin auf den unausweichlichen Highheels und im sommerlichen Minirock auffällig stark in den Hüften und warf einem bulligen Hamburger Fan an der Theke immer wieder einen verträumten Schlafzimmerblick zu. Man mag nur hoffen, dass der Hamburger Blicke und Text nicht in Verbindung gebracht hat. Wobei, wer weiß, auf der Welt gibt’s ja alles ...
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Wochenendtraum vom Rockstar-Leben Erwähnenswert ist noch der Balkon – aus Sicht des Publikums links von der Bühne: Nicht ganz „2.000 Mädchen“, wie es im Ärzte-Song heißt, aber ganz schön viele standen da oben und kreischten sich in Extase die Seele aus dem Leib. „Farin! Bela! Rod!“
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Tja, Rockstar müsste man sein: Saufen, rocken, Spass machen – und die Frauen weltweit liegen dir zu Füßen. In diesem Sinne: Allen lieben Kollegen aus der Moskauer Community einen schönen Wochenanfang am Schreibtisch!
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