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Russland-Aktuell
Die Netzeitung von .RUFO
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| Freitag, 21.03.2008 | |||
Antifa-Demo nach Mord an einem Punk-Fan in Moskau |
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Alexej Krylow aus Noginsk bei Moskau war zu einem Punk-Konzert im „Art Garbage“-Klub unterwegs, als er an der Metrostation Kitaj Gorod von 15 Neonazis mit Messern attackiert wurde. Auch einige seiner Begleiter wurden teils schwer verletzt. Nach Informationen aus Antifa-Kreisen war der Überfall im Internet vorbereitet worden: Im Fan-Forum des Moskauer Fußballvereins Spartak sei angekündigt worden, den Klub ausspähen zu wollen. Außerdem wurde dazu aufgerufen, sich unauffällig zu kleiden. Kurz vor der Tat wurden die Beiträge gelöscht. Punk-Fans im Visier der rechten Gewalt-SzeneDieser tödliche Übergriff Rechtsradikaler auf Angehörige der Punk- und Hardcoreszene ist kein Einzelfall. Fast genau vor zwei Jahren, am 16. April 2006, war der 19-jährige Alexander Rjuchin in Moskau auf dem Weg zu einem Konzert der Bands „What we feel“ aus Moskau und „Tackleberry“ aus Deutschland von rechtsextremen Messerstechern überfallen und getötet worden. Auch in anderen russischen Städten kommt es immer wieder zu brutalen Überfällen auf Migranten und Antirassisten. Bürgerrechtler zählten seit Jahresbeginn schon etwa 30 Todesfälle aufgrund rechter Gewalt - die Hälfte davon in Moskau. (Felix Herrmann/.rufo) |