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| Derzeit ist der große Saal des Bolschoi-Theaters wegen Renovierung zu, aber auch im Kleinen Saal gibt es keine Aufführung von Othello (Foto: Siegmund/.rufo) | |
Mittwoch, 14.01.2009
Bolschoi Theater opfert Othello der Finanzkrise
Moskau. Das Moskauer Bolschoi Theater hat die Premiere der Oper „Othello“ abgesagt. Grund ist die Finanzkrise, die die aufwändige Inszenierung unmöglich mache, heißt es. Das Bolschoi dementiert aber akute Finanzprobleme.
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Die Premiere der Oper war eigentlich im April geplant. Die Regie sollte der international bekannte französische Opern-Regisseur Arnaud Bernard übernehmen, der neben seiner Heimat u.a. bereits in den USA, Italien, Japan und Argentinien aktiv war.
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Der Italiener Alessandro Camera sollte als Bühnenbildner verpflichtet werden. Doch nun fällt die aufwändige Produktion ins Wasser. Inoffiziellen Angaben zufolge wäre es das teuerste Projekt des Bolschoi in seiner jüngeren Geschichte geworden.
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Othello zu teuer in Zeiten der Krise „Die Idee der internationalen Inszenierungsgruppe, die sich ein ebenso effektvolles, wie auch teures Spektakel erdacht hat, zu verwirklichen, ist unter den Bedingungen der Wirtschaftskrise unmöglich“, teilte das Theater auf seiner Webseite mit. Stattdessen wolle sich das Bolschoi auf die Erstaufführung des Balletts „Coppelia oder Das Mädchen mit den Glasaugen“ (basiert auf E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“) konzentrieren.
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Immerhin verspricht das Theater Opernfreunden in „hoffentlich nicht allzu langer Zukunft“ die Premiere von Othello nachzuholen.
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Keine akuten Geldsorgen, aber ungewisse Zukunft Gleichzeitig widerspricht die Theaterleitung Gerüchten, wonach das Moskauer Bolschoi ernsthafte finanzielle Sorgen habe. Weder die Sponsoren, die etwa 10 Prozent des Etats trügen, noch der Staat hätten sich zurückgezogen. Allerdings erwarten Kulturkenner, dass die staatliche Finanzierung in Zukunft gekürzt wird.
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Auf dieses Szenario hat sich das Bolschoi wohl vorbereiten wollen. Anfangs soll es Pläne gegeben haben, die Oper als deutlich preisgünstigeres Konzert aufzuführen. Doch nun hat sich die Leitung des Theaters dagegen entschieden, um andere Projekte nicht in Gefahr zu bringen.
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