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Szene aus dem Film Wir wollten aufs Meer mit August Diehl in einer der Hauptrollen.
Szene aus dem Film Wir wollten aufs Meer mit August Diehl in einer der Hauptrollen.
Dienstag, 04.12.2012

Deutsches Kinofestival in Moskau wird dreidimensional

Moskau. Am Mittwoch startet in Moskau das deutsche Kinofestival. Die Organisatoren haben nicht nur die neuesten deutschen Filme, darunter auch eine 3D-Premiere, nach Russland gebracht, sondern auch Schauspieler und Regisseure.

Eröffnet wird das Festival um 19:30 Uhr mit dem Film „Wir wollten aufs Meer“. Die Geschichte um Freundschaft und Verrat ist Mitte der 80er Jahre in der Hafenstadt Rostock angesiedelt. Um sich ihren Traum von der Seefahrt und der großen weiten Welt zu erfüllen, müssen die Freunde Cornelis und Andreas ihren Brigadier an die Stasi ausliefern. Ein zu hoher Preis?

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Diehl und Hebbeln präsentieren Auftaktfilm


Über diese und andere Fragen, die der Film aufwirft, können die Zuschauer nach dem Schluss mit Regisseur Toke Constantin Hebbeln und Hauptdarsteller August Diehl diskutieren. Hebbeln gewann 2007 mit seinem Film „Nimmermehr“ den Studenten-Oscar für den besten ausländischen Film. Diehl gilt inzwischen als einer der renommiertesten deutschen Schauspieler. International erreichte er Bekanntheit durch seine Mitwirkung im Oscar-prämierten Film „Die Fälscher“ sowie in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“. Darüber hinaus war er als Ehemann von Angeline Jolie im Actionstreifen „Salt“ zu sehen.

Der Mittwochabend wird um 22:00 Uhr durch das Familiendrama „Tage die bleiben“ aus dem Jahr 2011 abgeschlossen.

Eine Woche deutsche Filme


Sieben Tage dauert das Festival in diesem Jahr. Jeden Tag gibt es zu mindestens einem Film einen Protagonisten, der den Zuschauern am Ende für Fragen zur Verfügung steht. Am Donnerstag sind dies noch einmal Diehl und Hebbeln, da der Auftaktfilm wiederholt wird. Davor wird das Drama „Was bleibt“ gezeigt.

Hinweis
Die Tickets kosten zwischen 250 und 350 Rubel (VIP). Das vollständige Programm ist unter http://www.germanfilms.ru/2012/schedule/1-moscow zu sehen.
Am Freitag kommen die Komödie „Dreiviertelmond“ und der Dokumentalfilm „Gerhard Richter – Painting“ auf die Leinwand. Daneben startet das Kurzfilmprogramm „Next Generation“, präsentiert von der Nachwuchsregisseurin Maryna Shchipak. Dokumentar- und Kurzfilme sind traditionell Bestandteil des Festivals.

Wochenende ganztags Vorstellungen


Der Samstag beginnt bereits um 12 Uhr mit den Dramen „Das System“ und anschließend „Der Brand“. Interessant dürfte auch die Doku „Gangsterläufer“ über eine palästinensische Flüchtlingsfamilie in Berlin sein. Regisseur Christian Stahl, der den Film in Moskau präsentiert, hat sechs Jahre an dem Werk gearbeitet.

Mit dem Film „Russendisko“ um 18 Uhr (und noch einmal um 22 Uhr) wird das Thema Einwanderung dann aus einer heitereren Perspektive beleuchtet. Drei junge Russen versuchen im Berlin der Wendejahre Fuß zu fassen. Dazwischen wird das Melodrama „Westwind“ gezeigt.

Humboldt in 3D zu sehen


Am Sonntag stehen „Sams im Glück“ und „Am Himmel der Tag“ neu auf dem Programm. Am Abend wird dann mit Detlev Bucks „Die Vermessung der Welt“, ein bildgewaltiger Film über Alexander Humboldt und den Mathematiker Carl Friedrich Gauß, erstmals im Rahmen des deutschen Kinofestivals ein 3D-Film präsentiert.

Abgerundet wird die Filmwoche mit dem „Roten Kakadu“ und der „Katze“ am Montag sowie dem „Felsen“ und den „Lawinen der Erinnerung“ am Dienstag. Der bekannte Regisseur Dominik Graf wird an beiden Tagen in Moskau sein.

Gezeigt werden die Filme wie in den vergangenen Jahren auch im Kinotheater „35 mm“ (Pokrowka 47) zwischen den Metrostationen Kurskaja und Krasnye Worota. Der 500 Sitze fassende Kinosaal war bei den voran gegangenen Festivals stets gut besucht. Karten können entweder über die Organisatoren bei http://www.germanfilms.ru/2012/schedule/1-moscow vorbestellt oder an der Abendkasse im Kino erworben werden.



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