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Schockierende Wahrheit oder üble Nachrede: Anastasija Wolotschkowa berichtet über Escort-Service am Bolschoi Theater (Foto: newsru)
Schockierende Wahrheit oder üble Nachrede: Anastasija Wolotschkowa berichtet über Escort-Service am Bolschoi Theater (Foto: newsru)
Dienstag, 19.03.2013

Ex-Ballerina klagt über Escort-Service am Bolschoi

Moskau. Die Skandale um das berühmte Bolschoi Theater reißen nicht ab: Nun berichtet Ex-Ballerina Anastasija Wolotschkowa darüber, dass Tänzerinnen mit Oligarchen ins Bett müssten. Das Bolschoi schweigt zu den Vorwürfen.

„Das, was im Bolschoi Theater im Laufe der letzten zwölf Jahre passiert ist, kann man mit drei Worten umreißen: Rechtlosigkeit, Korruption und – gemessen an den letzten Ereignissen – Kriminalität“, sagte Wolotschkowa gegenüber dem TV-Kanal „Doschd“. Sie beschuldigte die Leitung des Konzerthauses, reichen Geschäftsleuten einen Escort-Service anzubieten, indem sie Tänzerinnen zu Sex mit ihnen zwingt.

Tänzerinnen für die Party und danach


Erstmals hatte sie die Vorwürfe bereits am Wochenende geäußert. Doch zunächst gab sie an, die Ereignisse nur vom Hörensagen zu kennen. Sie sei nach ihrer Entlassung von Kolleginnen angerufen worden, die ihr davon berichtet hätten. Nun erklärte sie, schon zu ihrer Zeit sei mit den Ballett-Tänzerinnen gehandelt worden. Sie habe davon in der Garderobe erfahren.

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„Aber ich habe verstanden, dass sie nichts machen können. Sie haben die Verwaltungschefs des Bolschoi Theaters gefragt, was passiert, wenn sie sich weigern, auf ein Bankett oder zu einer Party zu gehen, die im Bett und mit allem drum und dran endet. Ihnen wurde gesagt, dass sie dann nicht nur nicht auf Tournee gehen, sondern ihre Arbeit und alle ihre Vergünstigungen verlieren“, erklärte Wolotschkowa.

Skandalballerina im Streit mit Verwaltungschef


Wolotschkowa wurde im September 2003 vom Bolschoi Theater mit einem Riesenskandal entlassen. Offizieller Anlass war der Konflikt um einen auf nur drei Monate befristeten Arbeitsvertrag für Wolotschkowa, den die damalige Primaballerina als erniedrigend ablehnte und ausschlug. Zudem hieß es von Seiten der Theaterleitung, dass Wolotschkowa Übergewicht habe und Formschwäche aufweise.

Sie selbst hatte ihren Rauswurf stets auf Intrigen des Verwaltungsdirektors Anatoli Iksanow zurückgeführt, der auch heute noch im Amt ist. Es ist also kaum verwunderlich, dass die Ex-Primaballerina die Gelegenheit nutzt, gegen Iksanow quer zu schießen. Wolotschkowa fiel in den letzten Jahren nicht durch Tanzeinlagen, sondern durch zahlreiche Skandale, u.a. ein nacktes Fotoshooting auf den islamischen Malediven auf.

Großer Konflikt am Bolschoi


Allerdings machen die letzten Ereignisse deutlich, dass es am Bolschoi Theater keineswegs harmonisch zugeht. Nach dem Säureanschlag auf den Ballettmeister Sergej Filin hat sich die Truppe überraschend mit dem mutmaßlichen Attentäter Pawel Dmitritschenko solidarisiert.

Startänzer und Tanzlehrer Nikolai Ziskaridse berichtete über zahlreiche Intrigen am Theater und klagte, dass Iksanow versuche, ihn aus dem Kollektiv zu drängen. Selbst über den Anschlag kursieren – laut Ziskaridse – zahlreiche Verschwörungstheorien innerhalb der Truppe - bis hin zu einem abgekarteten Spiel zwischen Filin und Iksanow.

Kein Kommentar


Die Theaterleitung hält sich nun überraschend zurück, nachdem sie zunächst die Spekulationen über den Anschlag eifrig mit Andeutungen Richtung Ziskaridse befeuert hatte. Die Anschuldigungen Wolotschkowas könne sie nicht kommentieren, sagte die Pressesprecherin des Hauses, Katerina Nowikowa. Die Theaterleitung müsse erst entscheiden, wie sie darauf reagiere, begründete sie ihre Zurückhaltung.

Dass neben den ganzen Streitigkeiten ein weiterer Künstler festgenommen wurde, wird da fast zur Nebensache. Der Tenor Sergej Gaidej soll mit Grundstücken spekuliert haben, was dem derzeitigen Hauptspektakel am Bolschoi Theater nach zu urteilen sowieso eher ein Kavaliersdelikt ist.



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