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| In der Deutschen Botschaft in Moskau wird der Film über den Antifaschisten Dietrich Bonhoeffer gezeigt | |
Freitag, 03.02.2006
Filmabend über Bonhoeffer am Samstag in Moskau
Moskau. Am Samstag um 19 Uhr lädt die Deutschen Botschaft in Moskau anlässlich des 100. Geburtstages von Dietrich Bonhoeffer zu einem Filmabend ein. Bonhoeffer war Theologe und im Widerstand gegen Hitler aktiv.
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Gezeigt wird der Film „Bonhoeffer – Die letzte Stufe“ (D/USA/CAN, 2000, 86 Min.), der Bonhoeffers Leben während des Krieges von 1939 bis zu seinem Tod im KZ 1945 behandelt. Vor der Filmvorführung wird es eine kurze Einführung in Bonhoeffers Leben geben.
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Der Eintritt ist frei, ein Ausweis muss jedoch am Eingang zur Deutschen Botschaft (Mosfilmowskaja ul.56) vorgezeigt werden.
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Bonhoeffer – Theologe im Widerstand gegen Hitler
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Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Er war evangelisch-lutherischer Theologe, Vertreter der Bekennenden Kirche und im Widerstand gegen den Nationalsozialismus engagiert. In Tübingen studierte er Theologie, war Vikar in Barcelona sowie Assistent an der Berliner Universität, bis er 1931 Pfarrer in Berlin wurde.
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„Dem Rad in die Speichen fallen“
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Nach der Machtergreifung Hitlers und der sich abzeichnenden Judenverfolgung forderte Bonhoeffer von der Kirche „nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen“. Er sah es als Aufgabe der Kirche an, in bestimmten Fällen der Staatsgewalt entgegenzutreten.
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Nachdem jedoch auch die Deutsche Evangelische Kirche einem sogenannten „Arierparagraphen“ zugestimmt hatte, mit dem Juden aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen wurden, bildete sich im September 1933 die oppositionelle Kirchenbewegung, „Pfarrernotbund“ genannt, aus der später die „Bekennende Kirche“ hervorging. Während seiner Zeit in Berlin engagierte sich Bonhoeffer dort.
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Aufgabe: Widerstand in Deutschland
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1933 zog Bonhoeffer nach London und wurde Pfarrer in einem Vorort von London. Schon 1935 kehrt er nach Deutschland zurück und engagierte sich in der Ökumenischen Bewegung, um die christlichen Kirchen weltweit gegen den sich anbahnenden Krieg zu mobilisieren. In dieser Zeit schlug er ein Lehrangebot aus Amerika aus, da er seine Rolle in der Widerstandsbewegung in Deutschland sah.
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Geistiger Widerstand – Aktiver Widerstand?
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Am 22. August 1940 erhielt er Redeverbot wegen Volksverhetzung im gesamten „Reichsgebiet“, ab März 1941 auch Schreib- und Veröffentlichungsverbot. Nach langem Zweifeln schloss sich Bonhoeffer trotz des Tötungsverbots der Kirche dem aktiven Widerstand an. Er war nicht selbst an der Planung von Attentaten beteiligt, sondern diente als Verbindungsmann. Dazu nutzte er seine offizielle Stellung als Angehöriger der „Abwehr“ des Dritten Reiches.
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Tod im KZ ein Monat vor Kriegsende
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Am 5. April 1943 wurde er verhaftet, von der Gestapo unzählige Male verhört und ohne Gerichtsbeschluss festgehalten. Am 7. Februar 1945 verfrachtete man ihn in das KZ Buchenwald und am 5. April 1945 ordnete Adolf Hitler die Hinrichtung aller noch nicht exekutierten „Verschwörer“ des 20. Juli 1944 an, zu denen auch Bonhoeffer gezählt wurde, ohne dass Beweise dafür existierten. Am 9.April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg, nahe der Tschechischen Grenze erhängt.
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(jst/.rufo)
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