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| Schick sein auch in schweren Zeiten: auf der Moskauer Modemesse (Foto: Siegmund/.rufo) | |
Donnerstag, 26.02.2009
Gut angezogen durch die Krise: Modemesse Moskau
Moskau. Zweimal im Jahr zieht mit der Modebranche Glanz und Glamour ins Moskauer Expozenter ein. Aussteller und Großhändler bestimmen den Trend der kommenden Saison. Doch die Krise macht vor der Mode nicht Halt.
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Seit 2003 findet in Moskau zweimal jährlich die Internationale Moskauer Modemesse (International Fashion Fair Moscow) statt, dabei auch die Collection Premiere Moscow - CPM. Damen-, Herren- und Kindermode kann von den Großhändlern geordert werden.
An der derzeitig stattfindenden CPM nehmen neben anderen Ausstellern auch über 120 Modefirmen aus Deutschland teil. Sie bieten ihren Kunden mit Unterstützung der „Messe Düsseldorf“ mehr als 300 Brands an – trotz Krise.
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CPM-Premiere im Paradies: Riesenfete zur Modemesse Moskau
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Die Krise streut Sand ins Getriebe Ein Vertreter der Firma „Lagerfeld see Fashion Design“, räumt im Gespräch ein, dass ein verhaltenes Kaufverhalten zu bemerken sei. Lagerfeld-Mode sei allerdings am unteren Ende des oberen Preissegmentes angesiedelt, wo die Krise die Käufer nicht unbedingt vom Kauf abhält.
Bei Tommy Hilfiger (Schuhe und Accessoires) verspürt man bisher die Krise nicht, verzeichnet sogar einen gewissen Aufwärtstrend. Die Firma ist mit sieben Brands auf dem russischen Markt vertreten und wird Russland-weit verkauft.
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Die Firma Steilmann gehört schon zu den alt eingesessenen Vertretern der deutschen Modebranche auf dem russischen Markt. Mit Erfahrung, effizientem Krisenmanagement und intensiver Kundenpflege will die Firma die Klippen der Krise nun ohne größeres Leck umschiffen.
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Die CPM-Kids und andere: Kindermode als Einstiegsdroge
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Krise ist für manche auch eine Chance Das erfordert besonders von den Mitarbeitern der russischen Steilmann-Niederlassung enorme Anstrengungen und eine rege Reisetätigkeit, denn die Firma hat 450 Kunden und 50 Konzeptgeschäfte im ganzen Land zu betreuen. Da die Krise auch eine Marktbereinigung nach sich ziehen wird, sieht man bei Steilmann Möglichkeiten für die Eröffnung weiterer Geschäfte in lukrativer Lage.
Einfach wird es aber nicht, so die Stimmung bei der diesjährigen Modemesse.
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Männermode bei der International Fashion Fair - Moscow 2009
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Die schwindende Kaufkraft lässt die Umsatzzahlen einbrechen. Die Käufer verkneifen sich manchen Wunsch nach einem außergewöhnlichen Stück.
Die Distributoren ihrerseits bleiben entweder auf der Ware sitzen oder können ihrerseits die bereits ausgelösten Bestellungen nicht termingerecht bezahlen, denn zu den allgemeinen Folgen der Finanzkrise gesellt sich auch noch die Talfahrt des Rubels. Importierte Mode wird dadurch automatisch teurer.
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Kleine Fische wollen auch schwimmen Besonders die kleineren Aussteller und Neulinge können darum den Optimismus der Großen nicht unbedingt teilen. Ihre ersten Schritte auf dem umkämpften Markt fallen ihnen durchaus nicht leicht. Sie haben noch keinen Namen und können die verstärkt geforderten Rabatte der Einkäufer nicht gewähren. Die mit der Messe verbundenen hohen Kosten werden sie wohl kaum kompensieren können.
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Messen sind generell keine preiswerte Angelegenheit und bringen nicht immer für die Aussteller den gewünschten Erfolg. Für Messen in der russischen Metropole gilt das ganz besonders, denn Moskau ist nun mal ein teures Pflaster.
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Hinter dem Schritt, auf die Messe zu gehen, stehen Mut und der eiserne Wille, ein Marktsegment zu erobern, allen Widrigkeiten und der Krise zum Trotz. Deshalb kann ja eigentlich gar nichts schief gehen, oder?
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