Freitag, 19.08.2011

Kampf-Weltmeister schlägt Studenten wg. Spielzeug tot

Multi-Kämpfer Mirsajew hatte sich nicht unter Kontrolle - mit tödlichen Folgen (Foto: life.ru)
Moskau. Mit einem tödlichen Faustschlag endete ein banaler Streit vor einem Moskauer Nachtclub. Als Täter steht ein 25-Jähriger in Verdacht, der sich mit drei Weltmeistertiteln in dem als „Kampf ohne Regeln“ bezeichneten Kampfsport MMA schmückt.
Ein Informant bei der Polizei bestätigte gegenüber Interfax, dass gegenwärtig die Beteiligung des 25 Jahre alten Rasul Mirsajew an dem tödlichen Streit „geprüft“ werde. Der Vorfall soll von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden sein, so die Internetzeitung Life News.

Der Auslöser: Anmache per Funksteuer-Auto


Dem Bericht zufolge fühlte sich der Kampf-Champion durch einen 19-jährigen Studenten provoziert, der vor dem Nachtclub „Garash“ ein funkgesteuertes Auto kreisen ließ. Er ließ das Auto vor einem Mädchen halten und bot ihr an, sie „spazieren zu fahren“. Neben der jungen Frau stand jedoch Mirsajew, der dies nicht so lustig fand.

Nach einem Wortwechsel trat der Kämpfer, der sich bei den als MMA (Mixed Martial Arts) bezeichneten Wettbewerben mit Box-, Kickbox-, Judo- und anderen Kampftechniken zur Wehr setzt, das Spielzeug wütend zur Seite.

Ein verhängnisvoller K.O.-Schlag


Der Student protestierte daraufhin - worauf ihm der nur 1,70 Meter große und 65 Kilogramm schwere Kampfprofi einen heftigen Schlag an die Wange versetzte. Das Opfer sei einen Meter durch die Luft geflogen und mit dem Hinterkopf auf den Boden aufgeschlagen, berichteten Zeugen.

Der Student fiel drei Stunden später ins Koma, da sein Kleinhirn zerschmettert war. Vier Tage später starb er in der Klinik.