Dienstag, 18.08.2009

Luftfahrtsalon MAKS eröffnet im Moskauer Gebiet

Bis Sonntag lädt der Moskauer Luftfahrt-Salon MAKS ein. (Foto: newsru.com)
Moskau. Am Dienstag ist in Schukowskoje bei Moskau der Luft- und Raumfahrtsalon MAKS eröffnet worden. Er wird überschattet vom Absturz zweier Jagdbomber, die bei der Generalprobe zur Flugshow zusammenstießen.
Auf dem diesjährigen Luftfahrtsalon sind 436 russische 221 ausländische Unternehmen aus 29 Ländern vertreten. Die USA haben die Teilnahme von acht Flugzeugen im letzten Moment abgesagt. Als Grund wird die Wirtschaftskrise angegeben; politische Gründe gäbe es für die Entscheidung nicht, lassen die Veranstalter verlauten.

Entgegen der Tradition gibt es am ersten Tag der Messe, die bis Sonntag geöffnet sein wird, keine Präsentationen und Pressekonferenzen. „Schuld“ daran ist Premierminister Wladimir Putin, der am Nachmittag in Schukowskoje eine Beratung zu Problemen der russischen Luftfahrt leiten wird.

Fliegende Untertassen
Publikumsmagnet wird wie in vorherigen Jahren die Flugshow sein, an der etwa 100 Maschinen Kunstflugnummern zeigen werden. Abgesagt hat allerdings die Besatzung der Kunstflieger „Russische Recken“, die beim Zusammenstoß zweier Kampfjets bei der Generalprobe ihren Kommandeur verloren hatte (Russland-Aktuell berichtete).

Für Aufsehen soll beim MAKS-2009 ein Projekt aus Uljanowsk sorgen. Der „Thermoballast-Flugapparat“ ist ein Mittelding zwischen einer fliegenden Untertasse und einem Luftschiff. Er geht auf eine sowjetische Erfindung der 1980er Jahre zurück und soll der russischen Armee als Lastluftschiff dienen.

Der entsprechende Vertrag könnte zwischen der Herstellerfirma und dem russischen Verteidigungsministerium am Mittwoch unterzeichnet werden. Überhaupt werden beim diesjährigen MAKS eine ganze Reihe hoch dotierter Verträge zum Abschluss kommen.

Für die Bewohner des Städtchens Schukowskoje vor den Toren Moskau bedeutet der Salon jedoch erneut eine wesentliche Einschränkung ihrer Bewegungs- freiheit. In die Stadt werden nur Autos mit Sonder- genehmigung gelassen; die Bürger müssen die polizeiliche Meldung vorlegen, um in die abgesperrte Zone zu gelangen.