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| Kampf dem Schund zwischen Buchdeckeln: In Moskau gibt es eine elitäre Buchmesse ( | |
Donnerstag, 27.11.2008
Moskau: Buchmesse für “kluge Literatur” eröffnet
Moskau. Im Zentralen Haus des Künstlers eröffnet sich zum zehnten Mal die internationale Buchmesse “Non/Fiction”. Auf den drei Stockwerken des ZHK ist “Literatur für Intellektuelle” aus ganz Europa zu begutachten.
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Das Angebot der jährlichen Buchmesse Non/Fiction bezeichnen die Organisatoren nicht anders als “kluge Literatur”. Sie wollen das Beste aus der schöngeistigen, wissenschaftlichen und bildenden Literatur nach Moskau bringen und eine Alternative zu der die Buchhandlungen überfüllenden Massenlektüre schaffen, erklärt der “Vater” von Non/Fiction, Wassili Bytschkow.
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In diesem Jahr wird diese Alternative durch Bücher aus Frankreich, Deutschland, Finnland, Belgien, Schweden, Estland, Polen, Japan oder Israel vertreten – insgesamt aus über 20 Ländern. Um für alle sie Platz zu finden, nimmt Non/Fiction fast das ganze dreistöckige Haus des Künstlers ein.
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Veranstaltungen für Profis und Amateure Auch zehn Jahre nach der Gründung von “Non/Fiction” bleibt der Kampf gegen billige Massenliteratur aktuell. Gleich nach der Messeeröffnung am Mittwoch versammelte die Boris-Jelzin-Stiftung die erschienenen Verleger zum Seminar “Förderung der Produktion von Kulturbüchern”.
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Im Rahmen der Messe werden noch zahlreiche weitere Seminare und Konferenzen durchgeführt. Außer den Ständen mit den Druckwerken gehören zum Programm auch Veranstaltungen für Verleger, Treffen mit Schriftstellern sowie Theateraufführungen und Kinderfilme.
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Majakowski auf Schwedisch, Paul Celan auf Russisch So findet am 28. November die Buchpräsentation von Paul Celan “Gedichte. Prosa. Briefe” statt. Dabei handelt es sich um die erste vollständige Ausgabe seiner Werke in Russland. Der Band ist über 700 Seiten dick und beinhaltet auch Originaltexte Celans auf Deutsch. Zur Veranstaltung kommt aus Kiew der Celan-Übersetzer Mark Belorussez.
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Ebenfalls am Freitag wird sich der schwedische Schriftsteller Bengt Jangfeldt mit den Besuchern über sein neues Buch unterhalten. Er übersetzte schon früher die russischen Schriftsteller Osip Mandelstamm, Joseph Brodsky und Wladimir Majakowski ins Schwedische. Nun stellt er eine Biografie über Majakowski vor.
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Gespräche über Literatur und den Weltuntergang Am 29. November diskutiert der russische Autor Dmitri Bykow mit Nick Harkaway, dem Sohn des berühmten britischen Schriftstellers John le Carré, über den Weltuntergang. Die “Aktuelle Eschatologie”, wie das Gespräch im Programm heißt, beginnt um 12 Uhr im dritten Stock des ZHK.
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Gleich danach spricht der Deutsche Roman Schatz, der auf Finnisch schreibt, über moderne finnische Literatur. Seine Gesprächspartnerinnen sind russische Autorinnen finnischer und estnischer Abstammung: Sinaida Linden und Sophie Oxanen.
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Die zehnte Buchmesse “Non/Fiction” im Zentralen Haus des Künstlers läuft noch bis zum 30. November, täglich von 11 bis 19 Uhr. Ein ausführliches Programm gibt es auf der Seite des ZHK unter www.cha.ru.
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