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| Lasershow im Puschkin-Museum. In der Museumsnacht lockten die Museen mit zahlreichen Attraktionen (Foto: Pusckin-Museum) | |
Montag, 19.05.2008
Museumsnacht: Erwartungen und Enttäuschungen
Moskau. Zwischen Halbfinale und Finale der Eishockey-WM zogen die Moskauer am Samstag nicht von einer Sport-Bar zur anderen, sondern von Museum zu Galerie. Die Museumsnacht zeigt: Es gibt genauso viel Kunst- wie Sportfans.
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Im Unterschied zum vergangenen Jahr war die „Lange Nacht der Museen“ in Moskau diesmal gut im Voraus angekündigt. Darüber informierten Straßentransparente der Stadtregierung, und die Museen hatten ihr Nacht-Programm auf den Web-Seiten sowie am Eingang veröffentlicht. Insgesamt nahmen rund 130 staatliche Museen und Galerien an der Initiative teil.
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Programm: Klassische Führungen, Tee-Zeremonie und freier Alkohol Es war nicht leicht, sich nur für einen Ort zu entscheiden. Das Puschkin-Museum für bildende Künste lockte mit der Möglichkeit, die alten Treppen, Gänge und Säle, in erster Linie den Ägyptischen Saal, bei Nacht zu besichtigen. Im Museum der orientalischen Künste wurden die Besucher mit einer richtigen chinesischen Tee-Zeremonie empfangen. In der modernen Galerie Winsawod gab es dafür eine Feuershow und Mochito frei eingeschenkt.
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Die aktive Werbung erreichte ihr Ziel: Laut Angaben der Stadtregierung, die die Museennacht erst zum zweiten Mal veranstaltete, standen gegen 19:00 Uhr über 250.000 Moskauer vor den Museumseingängen.
Große Erwartungen brachten für einige auch viel Enttäuschung Die offiziellen Angaben entsprachen jedoch eher nicht ganz der Zahl der Glüklichen, die hinter die Museentüren gelangen konnten. Die meisten mussten eben auf den Treppen bleiben und warten, die Schlangen am Eingang waren überlang.
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Zu einer Enttäuschung führte bei Vielen auch die Tatsache, dass statt der annoncierten Öffnungszeiten von 19:00 bis 02:00 Uhr die meisten Museen ihre Tore bereits um 22:00 Uhr schlossen.
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Das Zoologische und das Historische Museum, sowie das Moskauer Museum für moderne Kunst verstanden die „Lange Nacht der Museen“ überhaupt anders – Kostenlosen Eintritt gebe es am darauf folgenden Sonntag konnten die vergeblichen Besucher einem Zettel an der versperrten Tür entnehmen.
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Nun ist die Kunst selbst dran, den Zuschauer zu finden Trotz der vielen Organisationsfehler wurde die Aktion schon am Sonntagmorgen in vielen Blogs als großartig bezeichnet. Zudem sei die Veranstaltung noch keine gut geregelte Tradition für Russland, fügten die Museen selbst in ihren Presseberichten die Mängel entschuldigend hinzu.
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Das Puschkin-Museum für bildende Künste will jedoch den Ärger aller derjenigen, die seine Sammlungen bei Nacht nicht genießen konnten, mildern. An diesem Wochenende startete es eine Aktion, in deren Rahmen man nicht einmal ins Museum zu kommen braucht, um die Kunst zu sehen.
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Die Aktion „Art-Moskwa“ soll im Laufe des nächsten halben Jahrs Meisterwerke aus den Beständen des Puschkin-Museums in den unerwartesten Orten in der Stadt auftauchen lassen. Als Beispiel nannten die Museumsmitarbeiter vorläufige Installierung der Abdrücke auf den Häuserfassaden.
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