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| Oxana Wolkowa macht das Bolschoi-Theater jünger und interessanter. (Foto: Internet) | |
Freitag, 28.01.2011
Oxana Wolkowa bringt frischen Wind ins Bolschoi
Moskau. Das Bolschoi-Theater in Moskau leidet an Nachwuchssorgen. Besonders in der Sparte Oper kommen die Sänger und Sängerinnen in die Jahre. Ein spezielles Programm soll jetzt junge Stimmen auf die Bühne holen.
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Viele junge Kräfte streichen recht schnell wieder die Segel, denn das Bolschoi ist ein ausgesprochen schweres Pflaster, was die Beziehungen in der Truppe angeht. Um die Situation etwas zu entkrampfen, hat das Theater zusammen mit Koryphäen der Musik ein Programm aufgelegt, das junge Stimmen auf die erste Bühne des Landes bringt.
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Vom mehreren Hundert jungen Sängern sind nach vielen Tests und Auswahlverfahren zehn übrig geblieben, die zwei Jahre am Bolschoi ein anspruchsvolles Aus- und Weiterbildungsprogramm absolvieren. Das sind zumeist sehr junge Leute, ledig und ungebunden, mit einer Ausnahme.
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Oxana ist die Ausnahme Oxana Wolkowa kommt aus Minsk, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mit tatkräftiger Unterstützung ihres Mannes und der beiden Großmütter bekommt sie Bolschoi, Arbeit an der Minsker Oper, Gastspiele und familiäre Verpflichtungen unter einen Hut.
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Die Familie Wolkow hat Erfahrung im Managen von stressigen Situationen in Künstlerfamilien. Oxanas Schwiegervater war erster Solotrompeter der weißrussischen Philharmonie, seine beiden Kinder absolvierten das Konservatorium.
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Ihre Bühnenerfahrung – sie gehört an der Minsker Oper zu den führenden Sängern – kommt ihr bei den punktuellen Einsätzen in verschiedenen Inszenierungen des Bolschoi sehr zugute.
Olga, Carmen und die Zarenbraut So singt sie die Olga in „Eugen Onegin“ und die Carmen. Diese Rolle scheint ihr auf den Leib geschrieben: Leidenschaftlich und verrucht spielt sie mit den Gefühlen Joses.
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Dieser wird von einem jungen Brasilianer gesungen, denn das Bolschoi hat keinen passenden Jose parat, der amtierende ist schon in die Jahre gekommen und außerdem einen Kopf kleiner als Oxanas Carmen.
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Nach der Rolle der Olga wird man Oxana als Zarenbraut im Frühjahr erleben können. Bleibt nur zu hoffen, dass auch das Gebäude des Theaters bald fertig wird und junge Sänger aus allen Landesteilen und der GUS zur Truppe der ersten Bühne des Landes gehören werden.
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Bolschoi büßt gutes Renommee ein In den letzten Jahren war das Bolschoi ins Gerede gekommen wegen der extrem verzögerten Renovierung und der dafür vorgelegten Kostenvoranschläge jenseits von Gut und Böse.
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