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| Bei der russischen Masleniza scheint immer die Sonne (Foto: maslenitsa2011.ru) | |
Freitag, 04.03.2011
Rodelnd und lodernd endet am Kreml die Butterwoche
Moskau. Ab Freitag wird die Butterwoche zur „breiten Masleniza“ – so heißen ohne Zweideutigkeit auf Russisch die letzten drei Tage des Fests, an denen Pfannkuchen, Honigwein und Volksvergnügen besonders maßlos sind.
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Auch wer unter der Woche keine Pfannkuchen gebacken hat, macht ab Freitag bis Sonntagabend üblicherweise mit. Speisen und Belustigungen sind auch schwer zu meiden, weil sie zum Höhepunkt der Masleniza in den meisten Höfen und Parks Moskaus anzutreffen sind.
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| so gehört es sich eigentlich: Unter großem Hallo wird die Masleniza-Strohpuppe verbrannt (Foto: maslenitsa2011.ru) | |
Die größten Herausforderungen für die eigene Gewandtheit und den Magen gibt es wie immer auf dem Wassiljewski Spusk neben dem Roten Platz.
Hier kann man sich in diesem Jahr in der Säckeschlacht auf einem Holzstamm versuchen, auf Stelzen laufen, im Hantelheben wetteifern oder Tauziehen. Für die Sieger seien Auszeichnungen vorbereitet, sagen die Organisatoren im Moskauer Tourismus-Ausschuss.
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Für Kinder und all diejenigen, die mit den traditionellen russischen Spielen nicht mehr so vertraut sind, wird es handwerkliche Meisterklassen geben: Rutenflechterei, Töpferkunst oder das Bemalen von Tulaer Printen mit Glasur.
Eine Rodelbahn im Kreml-Schatten Am Freitag wird auf dem Wassiljewski Spusk außerdem zum ersten Mal eine Rodelbahn aufgestellt. Sergej Schpilko aus dem Tourismus-Ausschuss meint, damit werde eine alte Tradition wieder belebt: In der Vorrevolutionszeit sei eine Rutsche an dieser Stelle des Moskwa-Ufers immer eine unentbehrliche Belustigung bei der Butterwoche gewesen.
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| Da freut sich der Pfannkuchen aber, wenn er zur Kaviar-Rolle wird (Foto: maslenitsa2011.ru) | |
Und es geht selbstverständlich nicht ohne erwärmenden Honigwein und das Sonnensymbol der Masleniza-Zeit – die Pfannkuchen, pur oder gefüllt mit Kaviar, Hackfleisch, Fisch, Quark, Buchweizen, sauerer Sahne oder Honig.
High-Tech-Innovation bei der Strohpuppe Bei der jährlichen Verbrennung der Masleniza-Strohpuppe am Sonntagabend, was einen Abschied vom Winter symbolisiert, wird diesmal allerdings mit jeder Tradition gebrochen: Die Strohfigur selbst wird nicht angezündet – die Flammen werden nur auf einem in die acht Meter hohe Strohpuppe montierten Monitor lodern.
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Ob dieser Anblick spektakulärer als eine übliche richtige Verbrennung ist, können die Besucher dann auf dem Wassiljewski Spusk selbst entscheiden. Die Organisatoren sehen jedenfalls einen sicheren Vorteil – die diesjährige Strohpuppe sei „innovativ“.
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Alle Veranstaltungen der „Breiten Masleniza“ finden ab Mittag bis in den späten Abend statt und enden täglich mit Konzerten bekannter russischer Pop- und Volksmusiker.
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