Montag, 15.06.2015

Schwimmendes Museum auf Moskau-Fluss geplant

Das Schiff Moskowski Ekolog soll zum Museum und Ausstellungszentrum umgerüstet werden, um Umweltbewusstsein zu schulen (Foto: fleetphoto.ru)
Moskau. Russlands Hauptstadt soll um ein Museum reicher werden. Im Gegensatz zu den bestehenden festen Einrichtungen wird es auf der Moskwa schwimmen. Für den Fluss selbst hat die Stadtverwaltung einen Feiertag eingerichtet.
Als Basis für das Museum dient das 2012 in Dienst gestellte Motorschiff „Moskowski Ekolog“ („Moskauer Ökologe“). Das gut 50 Meter lange Schiff dient der Stadtverwaltung schon jetzt für verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen und zur Überwachung der Umweltbedingungen in den Gewässern Moskaus.

Ökosystem der Moskwa veranschaulicht


Daneben kann es aber auch problemlos als Ausflugsdampfer eingesetzt werden und 30 bis 40 Passagiere aufnehmen. Bis 2016 soll es umgerüstet werden, um als interaktives Ausstellungszentrum den Besuchern das Ökosystem des Moskau-Flusses (Moskwa) näher zu bringen, teilte der Leiter des Moskauer Umweltamtes Anton Kulbatschewski mit.

Geplant sind eine Dauerausstellung zum Thema „Mensch und Fluss“, ein Diorama mit verschiedenen Flussansichten innerhalb der Stadtgrenzen und einem Touchscreen-Monitor sowie verschiedene Infostände zu Lebewesen im und am Fluss und der Tätigkeit des Öko-Zentrums. Das Schiff soll darüber hinaus für Konferenzen und Veranstaltungen zum Thema Umwelt genutzt werden können.

Umweltbewusstsein als neuer Trend


Das neue Museum ist ein Indiz für das langsam steigende Umweltbewusstsein in Russland – auch innerhalb der Beamtenschicht. So werden in Moskau seit kurzem auch Radwege entwickelt.

Die Liebe zur Moskwa, der die russische Hauptstadt ihren Namen verdankt, wollen die Beamten bei den Moskauern mit Hilfe eines städtischen Feiertags implementieren: Der „Tag des Moskau-Flusses“ soll im Sommer mit kostenlosen Flussexkursionen, Yachtfahrten und Radrennen am Flussufer, thematischen Festivals und Volksfesten begangen werden. Als voraussichtlichen Termin nannte der Leiter des Tourismusamtes Wladimir Tschernikow den 19. Juli.