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| Wahrzeichen des Klosters: Der hohe Glockenturm und die blau-goldenen Kuppeln der Uspenski-Kirche (Foto: N. Jahn/.rufo). | |
Donnerstag, 25.10.2007
Unser Wochenendtipp: Herbstausflug nach Sergijew Posad
Sergijew Posad. Das Dreifaltigkeits-Sergios-Kloster in Sergijew Posad ist eins der wichtigsten und zugleich schönsten Klöster Russlands. Mit der Bahn erreicht man den Moskauer Vorort bequem in anderthalb Stunden.
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Nur wenige Meter hinter dem Bahnhof sind sie bereits zu sehen: Über den Dächern der Häuser von Sergijew Posad blitzen in der Ferne die goldenen Kuppeln der Klosterkirchen auf. Zu Fuß sind es etwa 15 Minuten vom Bahnhof bis zum Eingang des Dreifaltigkeits-Sergios-Klosters.
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Keine Chance für Belagerer
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Das „Heilige Tor“ auf der Ostseite der gewaltigen Wehrmauer gewährt dem Besucher Eintritt in die Klosteranlage. Die hohen und dicken, weißen Mauern schützten einst den geistlichen und militärischen Stützpunkt nordöstlich von Moskau gegen Angreifer. Sie trotzten den Tartaren und zuletzt im 17. Jahrhundert dem polnischen Heer, das nach fast anderthalb Jahren Belagerung sieglos abziehen musste.
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| Öffnungszeiten und Eintrittspreise |
Das Dreifaltigkeits-Sergios-Kloster ist täglich von 05.00 bis 21.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei. Film- und Videoaufnahmen sind gegen 150 beziehungsweise 200 Rubel möglich. |
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Hinter dem Tor, dessen Bögen kunstvoll in Rot- und Brauntönen mit Bildern aus Heiligenlegenden und Bibelmotiven bemalt sind, wird der Blick frei auf den Innenhof mit insgesamt neun Kirchen aus verschiedenen Epochen und zahlreiche andere Kloster-Gebäude.
Das Kloster wurde um 1337 von dem Mönch Sergi von Radonesch gegründet. Schnell sammelte der charismatische junge Mann Schüler um sich. 1380 war Sergi bereits bekannt und einflussreich und Heerführer Dmitri Donskoj bat ihn um den Segen für die Schlacht gegen die Mongolen-Tartaren.
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| Anfahrt |
Das Dreifaltigkeits-Sergios-Kloster ist einfach mit dem Vorortszug zu erreichen. Die Fahrtzeit beträgt rund 1,5 Stunden.
Die Elektritschka, der Vorortszug, startet vom Jaroslawler-Bahnhof (Metro Komsomolskaja) und fährt in Richtung Sergijew Posad oder Alexandrow. Die Züge fahren zwischen drei- und fünfmal stündlich. Russisch-Sprecher finden Auskunft auf der Website russischen Eisenbahn (www.rzd.ru). |
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Nach Donskojs Sieg auf dem Kulikowo-Feld gewann das Kloster an Bedeutung und die Moskauer Fürsten ließen hier nach und nach Kirchen errichten.
Schwerste Glocke wiegt 35 Tonnen!
Das Zentrum der Anlage bilden heute die „Uspenski Kirche“ mit ihren blauen, mit goldenen Sternen besetzten Kuppeln und der 88 Meter hohe Glockenturm. Die „Uspenski Kirche“ stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Zar Iwan der Schreckliche gab den Bau 1559 in Auftrag. Die Kirche wurde nach dem Vorbild der Mariae-Entschlafens-Kirche im Kreml erbaut. Erst 1585 wurde der Bau abgeschlossen, bereits unter Iwans Sohn Fjodor.
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Der Glockenturm wurde von 1741 bis 1768 errichtet. Er überragt den Glockenturm des Moskauer Nowodewitschi-Klosters um elf Meter und den Kreml-Glockenturm Iwan des Großen um sechs Meter. Auf fünf Stockwerken hängen zahlreiche Glocken. Die schwerste von ihnen wiegt 35,5 Tonnen – bis die Kommunisten im Jahr 1930 einige Glocken zerschlagen ließen, hing hier eine Glocke mit einem Gewicht von 65 Tonnen!
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Keine tragenden Säulen
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| Fantastische Malereien schmücken die Wände. Auch Ikonenmaler Rubljow hat im Dreifaltigkeits-Sergios-Kloster die Hand angelegt (Foto: N. Jahn/.rufo). | |
Mit ihrem spitz zulaufenden Dach sticht auch die Kirche der Heiligen Sossima und Sawwati architektonisch hervor. An das ganz in Weiß gehaltene, schlichte Gebäude schließt der Krankentrakt an.
Die Trapesnaja, das reich bemalte und verzierte Refektorium auf dem südlichen Teil des Klostergeländes, wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts vollendet. Besonderheit des Barock-Baus: Die Decke des immerhin rund 500 Quadratmeter große Innenraums kommt vollkommen ohne tragende Säulen aus. Hier tafelten einst die Mönche und gegen Mitte des 20. Jahrhunderts fanden hier Sitzungen der Russisch-orthodoxen Kirche statt.
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Kloster-Führer auf Deutsch
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Wer sich für die bewegte Geschichte der Anlage interessiert, sollte auf jeden Fall einen Abstecher in die Buchhandlung des Klosters machen. Im reichen Angebot sind auch Führer in deutscher Sprache.
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Weitere Freizeittipps finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
(cj/.rufo/Moskau)
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